Armwrestling Championship Südwest

Tattoo Slam Kaiserslautern bringt 1. Armwrestling Championship Südwest auf den Betzenberg

Mit dem „3. Tattoo Slam und 1. Armwrestling Championship Südwest“ vom 12. bis 13. Oktober in der Fanhalle Nord des Fritz-Walter-Stadions setzen die Organisatoren in diesem Jahr auf bewährt Althergebrachtes sowie neue Akzente. Bereits zum dritten Mal lockt die Großveranstaltung mit mehr als 70 Tätowierern und Ausstellern Liebhaber der Hautkünste in die Pfalz-Metropole. Neu im Programm ist die enge Verknüpfung mit einem Sport-Event, das sein Nischendasein aufgegeben und sich mehr und mehr in die Herzen gerade junger Menschen katapultiert hat – dem Armwrestling.

Armwrestling – weiterführende Links:
Gewichtsklassen, Startgebühr und Bedingungen
Zeitlicher Ablauf

Surrende Nadeln, die in der unendlichen Vielfalt der Farben und Formen baden, um anspruchsvolle Haut zu veredeln – das und der gesamte Kosmos der Tätowierkunst warten auf viele tausende Interessierte, Neugierige und alte Hasen zum pfälzischen Stelldichein der internationalen Tätowierszene.

„Tattoo Art ist längst gesellschaftsfähig und hat seine Hinterhof-Verunglimpfung als Hafen- und Knast-Andenken erfolgreich abgelegt. Höchste Qualitätsansprüche in grafischem Design, Farben und Hygiene sowohl auf Seiten der Tätowierer als auch bei den Kunden machen es zu einer traditionsreichen Kunstform mit unendlichem Facettenreichtum“, erklärt Organisator Ralf Semler, der um die Vorzüge des Lautrer „Tattoo Slam“ nur zu gut weiß. „Wir sind die höchst gelegene Tattoo Convention Deutschlands und das einmalige Flair des geschichtsträchtigen Betzenbergs ist ein Alleinstellungsmerkmal par exellence. Hinzu kommen regional, national und international renommierte Künstlerinnen und Künstler sowie Synergieeffekte durch ein Foodtruck-Festival und eine Auto-Show am gleichen Wochenende und an gleicher Stelle“, skizziert Semler den eindeutigen Willen der Veranstalter, das Mega-Event aus der Region für die Region zu gestalten. „Kaiserslautern war und ist international. Die Menschen dieser Metropolregion sind herzlich, bodenständig und geerdet. Dieses pfälzische Herzblut und das mehr als großartige Engagement der FCK Gastronomie im Vorfeld haben den Tattoo Slam über die letzten drei Jahre prächtig gedeihen lassen – und das spüren die Menschen“, fügt er an beim Blick auf mehr als 4.500 Besucher 2018. Tendenz steigend.

Von einem ebensolchen Trend profitiert auch der brandneue, sportliche Akzent, mit dem Semler dem Publikum eine weitere Bereicherung der beiden Tage bieten möchte. Mit der „1. Armwrestling Championship Südwest“ hält eine Kampfsportart Einzug, die ebenfalls aus dem Nischendasein heraustritt und sich als anerkannte Wettkampfsportart immer stärkeren Zulaufs erfreut. Fernab des Kneipenvergnügens im Abfeiern männlichen Dominanzgehabes heißt „Armwrestling“ ausdrücklich nicht „Armdrücken“.

„Es ist eine Art Mini-Mixed Martial Arts, bei dem versierte und filigrane technische Abläufe wie das Ziehen (Pulling) des Gegners und das Drehen der Handgelenke im Widerspruch zum landläufigen Verständnis brachialer Gewalt stehen“, beleuchtet Organisator Marc Schendzielorz vom TV 1891 Koblenz-Moselweiß den Kern der Sportart, deren Ursprünge bis zu Kräftevergleichen der alten Ägypter zurückreichen. Einen ordentlichen Schuss Popularität erhielt der Sport, der im Stehen an speziellen Wettkampftischen ausgeführt wird, seit den 1950ern durch die USA, wo etwa der Film „Over the Top“ mit Sylvester Stallone aus dem Jahr 1987 wie ein Katalysator wirkte.

Ziel ist es dabei, den Gegner mittels Einsatzes des gesamten Körpers, cleverer Hebelwirkung und komplexer motorischer Abläufe über den buchstäblichen Tisch zu ziehen. „Unser Sport hat eine faszinierende und rasante Entwicklung, gerade in den letzten Jahren, erlebt. Neue mediale Möglichkeiten steigern die Aufmerksamkeit, machen Wege zu Tutorials, Videos und Blogs frei und haben die Etablierung professioneller Wettkampf-Ligen in den USA oder etwa Polen ermöglicht“, berichtet Schendzielorz, der seit 2016 aktiv ist. Mit dem Wettkampf im Rahmen des Tattoo Slams sieht er eine ideale Möglichkeit für Profis, Anfänger und Neugierige, sich zu treffen, zu messen und auszutauschen.

Gegen eine Startgebühr von fünf Euro pro Arm für Anfänger und 15 Euro pro Arm für Profis stehen vom 12. bis 13. Oktober vier Wettkampfkategorien zur Verfügung: Profis (bis 80 kg, bis 95 kg, ab 95 kg), Anfänger (unter 85 kg, über 85 kg), Disabled für behinderte Menschen (offene Gewichtsklasse) und Frauen (offene Gewichtsklasse). Dabei kann in jeder Gewichtsklasse mit dem rechten oder linken Arm angetreten werden. Am Ende der Kämpfe sind ein „Champ oft he Champions“-Wettkampf für die beiden besten einer jeden Gewichtsklasse, ein „Super Match System“, in dem jeweils zwei Athleten über mehrere Runden „wrestlen“ und eine „Open Stage“ für Neugierige vorgesehen, die schnuppern und ins Gespräch kommen wollen. „Der große Vorteil des Sports liegt in seiner Attraktivität für junge Menschen, die noch im Wachstum sind und daher einen einfacheren Zugang zu den komplexen Techniken bekommen“, wendet sich der 25-jährige Student an den potentiellen Nachwuchs.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir für jeden Geschmack und jedes Alter etwas zu bieten haben und gerade Familien an zwei Tagen Gelegenheit haben, zu staunen, zu stöbern und einfach eine gute Zeit zu haben. Unser herzlicher Dank geht an alle, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben“, so Semler und Schendzielorz abschließend.

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